Fallstudie:
Von „Ich sag lieber nichts“ zu „Ich zeige, wer ich wirklich bin“
Ausgangslage
Maya (Name geändert) ist vor einigen Jahren aus Südasien nach Deutschland gekommen. Sie hat hier ihren Bachelor und direkt im Anschluss ihren Master abgeschlossen. Berufserfahrung hatte sie vor allem als Werkstudentin in einem großen Technologieunternehmen gesammelt, insgesamt rund zweieinhalb Jahre.
Im Büro war sie sehr zurückhaltend. Sie sprach fast nur mit anderen Studierenden, in größeren Runden brachte sie sich kaum ein. Selbst ein kurzes Hallo fiel ihr schwer. Für Kolleginnen und Kollegen wirkte sie still, schüchtern, eher introvertiert.
Als ihr Werkstudentenvertrag auslief, musste sie sich neu orientieren. Der nächste Schritt in die Arbeitswelt stand an, aber genau dort lag ihr größtes Thema: sichtbar werden, sprechen, sich zeigen.
Herausforderung
Auf dem Papier war Maya gut aufgestellt: zwei Abschlüsse, Auslandserfahrung, mehrere Jahre im selben Unternehmen.
Im Alltag sah es anders aus:
Im Laufe unserer Zusammenarbeit wurde deutlich:
Eigentlich ist sie viel lebendiger, spontaner und kontaktfreudiger, als man im Arbeitskontext von ihr sah. Im Marston Farbenmodell wäre sie eher im gelben Bereich unterwegs – sichtbar, zugewandt, kommunikativ.
Diese Seite kam aber kaum durch. Weder im Team noch in ihren Bewerbungsunterlagen.
Ansatz mit The Clarity Compass
Unser gemeinsamer Fokus lag auf zwei Ebenen:
Konkret haben wir:
Wichtig war dabei:
Sie sollte nicht „lauter“ werden, weil es vermeintlich erwartet wird, sondern ehrlicher.
Ziel war, dass sie sich auf Stellen bewirbt, in denen ihre tatsächliche Persönlichkeit Platz hat – nicht auf Rollen, in denen sie dauerhaft untertauchen müsste, um durchzukommen.
Ergebnis
Maya hat nach und nach angefangen, ihre Stimme bewusster zu nutzen:
Vor allem hat sich ihre innere Haltung verändert:
Statt zu versuchen, in das Bild einer sehr angepassten, zurückhaltenden Mitarbeiterin zu passen, konnte sie anerkennen, dass ihre eigentlich eher extrovertierte, gelbe Seite ein Wert ist – und dass sie ein Umfeld braucht, in dem diese Seite gewollt ist.
Genau darum geht es bei The Clarity Compass:
Die eigene Kommunikations- und Persönlichkeitsseite so klar zu sehen, dass du Entscheidungen für Arbeitsumfelder, Rollen und Gespräche treffen kannst, die wirklich zu dir passen.
Bild wurde von einer KI erstellt
Fallstudie:
Wenn Klarheit aneckt: Vom Festfahren im System zum konsequenten Jobwechsel
Ausgangslage
Thomas (Name geändert) war in einem größeren Unternehmen für einen Bereich verantwortlich, in dem es massive Qualitätsprobleme gab. Teile der Arbeit wurden in einer Dienststelle im Ausland erledigt. Formal war ein Deutscher für diesen Standort verantwortlich, die Mitarbeitenden vor Ort kamen jedoch aus Manila.
Die Folge: Viele Fehler, hohe Kosten, Einbußen bei der Qualität – „Made in Germany“ war hier nur noch ein Etikett.
Thomas ist im Marston Modell klar im roten Bereich: direkt, lösungsorientiert, klar in der Sache. Er hat die Defizite analysiert, einen detaillierten Bericht erstellt und konkrete Lösungen vorgeschlagen. In den oberen Ebenen wurde dieser Report als sehr gut bewertet.
Seine direkte Vorgesetzte allerdings tickt ganz anders – eher grün: harmonieorientiert, sicherheitsliebend, konfliktscheu. Statt mit ihm in die Lösung zu gehen, begann sie, ihm die Arbeit zu erschweren. Entscheidungen wurden verzögert, Informationen zurückgehalten, Zuständigkeiten unklar gelassen.
Die Zusammenarbeit war festgefahren. Gespräche, die Thomas mit seiner Vorgesetzten suchte, führten zu keiner Veränderung.
Wie wir zusammengearbeitet haben
In unserer Zusammenarbeit haben wir zunächst sortiert, was hier eigentlich spielt:
Wir haben uns angesehen:
Wir haben Gesprächsansätze entwickelt, mit denen er seine Position klar vertreten kann, ohne zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen. Gleichzeitig haben wir offen eingeordnet, dass nicht jeder Konflikt durch „besser reden“ lösbar ist, wenn Strukturen und Machtverhältnisse sehr starr sind.
Ein wichtiger Teil der Arbeit war deshalb nicht nur: „Wie spreche ich das an“,
sondern auch: „Was brauche ich beruflich, um mit meiner roten, klaren Art wirklich wirksam sein zu können – und in welchem Umfeld ist das gewollt“.
Was sich verändert hat
Thomas hat sich letztlich entschieden, das Unternehmen zu verlassen und in ein Umfeld zu wechseln, in dem seine Klarheit und sein analytischer Blick kein Störfaktor sind, sondern ausdrücklich gefragt.
Zwei Jahre später hat die Firma begonnen, genau die Maßnahmen zu implementieren, die er damals in seinem Report vorgeschlagen hatte.
Für ihn war das rückblickend eine Bestätigung: Seine Analyse war nicht das Problem – das System war zu dem Zeitpunkt nicht bereit dafür.
Der eigentliche Unterschied lag darin, wie er heute mit solchen Situationen umgeht:
Er erkennt schneller, wann ein Konflikt „nur“ ein Kommunikationsproblem ist und wann er Ausdruck eines Systems ist, das seine Art der Klarheit gar nicht will.
Und er traut sich eher, konsequente Entscheidungen zu treffen, statt sich aufreibende Endloskämpfe mit Vorgesetzten zu liefern.
Genau hier setzt The Clarity Compass an:
Nicht jede Geschichte endet mit Harmonie im bestehenden Team – manchmal bedeutet Klarheit auch, zu sehen, wo die eigene Art zu führen und zu arbeiten wirklich hinpasst.
Bild wurde von einer KI erstellt.